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Öffentliche Grundschule von Houngbagba, Gemeinde Tori-Bossito, Republik Bénin

Geschichte und Hintergrund:

Um nach Houngbgaba zu gelangen, fahren wir von Cotonou aus Richtung Norden über Godomey nach Calavi. An der Kreuzung, an der die Straße rechts nach Ganvié führt, biegen wir links in Richtung Tori ab. Wir folgen dieser Straße durch die Dörfer Vèdo und Tori-Avamè, überqueren die Schienen der Eisenbahn bei Tori-Gare und fahren weiter am Rathaus vorbei bis zu einer T-Kreuzung. Hier biegen wir nach rechts ab. Kurz darauf stoßen wir auf eine zweite T-Kreuzung bei der wir wieder rechts abbiegen. Linker Hand sehen wir eine Kirche und wenige Meter weiter eine Polizeistation. Wir folgen dieser Straße etwa 10 km, biegen in einer weiten Rechtskurve links ab. Nach ungefähr 800m sehen wir auf der linken Seite die Schule von Houngbagba.

2003 hatte die damalige Regierung von Benin über das ganze Land verteilt 311 Grundschulen gegründet. Eine dieser Schulen war die Grundschule von Houngbagba gewesen. Die Regierung baute damals einen einzigen Klassenraum. Die Dorfbewohner haben langsam einen zweiten Klassenraum mit einem anschließenden Pavillon dazugebaut. Ein kleiner Pavillon wurde der Schule von der Voudoun-Gemeinschaft des Ortes zur Verfügung gestellt. Heute gehen hier 163 Kinder zur Schule, darunter sind 67 Mädchen. Da die Räumlichkeiten nicht ausreichen, haben die Eltern einen mit Palmblättern gedeckten Pavillon errichtet. Während der vergangenen Regenzeit ist dieser Pavillon unter den Wassermassen und dem Wind zusammengebrochen. Seither haben die Kinder, die hier dem Unterricht gefolgten, kein Dach über dem Kopf. Der Elternbeirat und der Dorfvorsteher haben sich an unsere beninische Partnerorganisation „Ecole de la Solidarité“ gewendet und um den Bau fester Gebäude gebeten.

Zielsetzung

Wir schlagen vor, zwei feste Gebäude mit je drei Klassenräumen zu bauen. Da die Gemeinde von Houngbagba nicht sehr groß ist und der Ort auch nicht zu weit von Tori entfernt liegt, halten wir eine Klassenraumgröße von 7m mal 7m als angemessen. Die bereits bestehenden kleinen Gebäude können als Büro und Lehrerzimmer genutzt werden.

Weiter schlagen wir vor, einen Toilettenblock mit acht Kabinen zu bauen.

Begründung

In festen Gebäuden können die Kinder von Houngbagba besser und bei jeder Witterung dem Unterricht folgen. Sie werden besser auf ihre Prüfungen vorbereitet sein und bekommen eine echte Chance, nach der Grundschule auf eine Sekundarschule wechseln zu können.

Auch haben die Eltern versprochen, mehr Mädchen zur Schule zu schicken.

Bewertung

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Graswurzelprojekte wie dieses hier sehr effektiv sind im Kampf gegen Armut und Krankheit in den ländlichen Regionen der sich entwickelnden Länder. Besonders wichtig ist für mich, dass die Dorfgemeinden voll in die Planung und Ausführung des Projektes eingebunden sind. Dadurch wird das Projekt geistiges Eigentum der Gemeinden. Gleichzeitig werden die Dorfgemeinden durch die aktive Zusammenarbeit von einer anhaltenden Dankespflicht entbunden. Unsere Arbeit auf den Baustellen gestaltet sich als Partnerschaft.

Meine Arbeit in Westafrika hat mir viele positive Erfahrungen beschert, sowohl mit den afrikanischen Dorfgemeinden als auch zu Hause auf meiner Jagd nach finanzieller und geistiger Unterstützung. Was immer ich in den ländlichen Regionen Westafrikas plane und tue hängt von dieser Unterstützung ab.

Ich bitte Sie, diesem Projekt Ihr Wohlwollen zu schenken, und danke Ihnen im Voraus für alle und jede Unterstützung, die Sie den Kindern von Houngbagba zu Teil werden lassen, um ihnen den Weg in eine bessere Zukunft zu erleichtern und sie auf den Wettbewerb mit den privilegierten Jugendlichen der Industrienationen vorzubereiten.

Astrid Toda
 

Klassenraum 1
Klassenraum 1

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Klassenraum 2 und offener Pavillion
Klassenraum 2 und offener Pavillion

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kleiner Pavillion
kleiner Pavillion

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Pavillion durch den Regen zusammengebrochen
Pavillion durch den Regen zusammengebrochen

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Schulglocke
Schulglocke

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1. Zwischenbericht (9. Mai 2011)
zum Bau der festen Gebäude
für die Grundschule von Houngbagba
Ende Februar bekamen wir einen Anruf von der japanischen Botschaft mit der Nachricht, dass unser Schulbauprojekt von Houngbagba von der japanischen Regierung unterstützt würde. Wir freuten uns riesig, dass wir nun doch genügend Geld zur Verfügung hätten, um diese Schule bauen zu können. Als dann die Katastrophen über Japan herein brachen, schrieben wir in unseren Herzen diese Hilfe ab. Wir bangten um das Wohl meiner Familie, Freunde sowie der betroffenen japanischen Bevölkerung und bewunderten deren Ruhe und Solidarität. Ganz unerwartet war schließlich die Mitteilung, dass wir uns am 29. März 2011 für die Unterzeichnung des Unterstützungs-vertrages im beninischen Auswärtigen Amt einfinden sollten. Japan hatte trotz der großen Not nicht seine Hilfe für Afrika gestrichen.

Anschließend an die Unterzeichnung des Vertrages mit der japanischen Regierung, riefen wir am 2. April die Bevölkerung von Houngbagba zu einer Großversammlung zusammen. Wir besprachen noch einmal unsere Arbeitsweise und lasen gemeinsam den von uns vorbereiteten Vertrag zwischen der Schule, der Dorfgemeinde, dem Landrat und unserem beninischen Partnerverein „Ecole de la Solidarité“. Alle Parteien stimmten dem Vertrag zu und unterschrieben. Damit war die Baustelle eröffnet.

Der Maurermeister maß die Fundamentgräben ab und die Dorfbevölkerung machte sich noch am gleichen Tag an die Arbeit. Wir mussten uns beeilen, die nötige Menge Zement und Eisen herbeizuschaffen. Die Ziegelgießer wandelten 20 Tonnen Zement in Bausteine um, die noch vor Beginn der Regenzeit trocknen konnten. Wie durch Zauberhand wuchs danach in wenigen Tagen das Fundament aus dem Boden. Heute am 9. Mai sind die Wände des ersten Gebäudes bis zum Fenstersturz errichtet und die Stützpfeiler werden gegossen. Am zweiten Gebäude werden die Wände aufgemauert.

Es tut mir leid, dass ich im Augenblick keine Bilder zeigen kann. Internetcafeviren haben mein Kartenlesegerät zerstört, sodass ich keine Bilder von meinem Fotoapparat auf meinen Computer übertragen kann. Wenn ich im Juni kurz Deutschland besuchen werde, hoffe ich dieses Problem lösen zu können.

Ich danke Ihnen allen für Ihre Unterstützung.

Astrid Toda
 

Das Mauerwerk beider Gebäude ist fertig
Das Mauerwerk beider Gebäude ist fertig

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Die Dorfbewohner füllen die Klassenräume mit Sand.
Die Dorfbewohner füllen die Klassenräume mit Sand.

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2. Arbeitsbericht (24. November 2011)
zum Bau der festen Gebäude
für die Grundschule von Houngbagba

Unsere Mitarbeiter leisteten gewaltiges. Ende Juni war der Rohbau für beide Schulgebäude fertig.

Ich hatte noch vor meinem Deutschlandbesuch (26.Juni bis 30. August) bei dem Holzhändler die Bohlen für die Dachstühle bestellt und das Geld hinterlegt. Es war nicht einfach gewesen, 140 Bohlen in dem großen Holzlager auszuwählen. Jede Bohle hat ein gewaltiges Gewicht. Es ist schwer zu sagen, wie viele Bohlen hin und her bewegt werden mussten, bis wir die auf die Seite gelegt hatten, die wir wollten. Danach wurden sie zum Sägewerk gebracht, dort zugeschnitten und gehobelt. Bis sie für den Transport fertig waren, hatten auch die Mauern gut abgetrocknet. Während meiner Abwesenheit wurden beide Dächer aufgesetzt.

Beim Ausheben der Toilettengrube ging die Arbeit langsam voran. Die Dorfbevölkerung brauchte viel Motivierung, d.h. Gespräche und immer wieder kleine Geldgeschenke als Trinkgeld. Manchmal waren wir verzweifelt und fragten uns, warum die Idee von Toiletten für ihre Kinder den Eltern so widersinnig schien. Doch endlich war auch diese Hürde geschafft. Als ich Ende August zurück nach Benin kam, waren die Toiletten fertig.

Anschließend wurden die Gebäude verputzt und die Böden zementiert. Die Tafeln wurden beim Verputzen mit eingearbeitet. Da beide Gebäude wegen der Abschüssigkeit des Geländes ein Hochfundament haben, musste jede Veranda mit einem Geländer aus Zierziegeln abgesichert werden. Die Treppenaufgänge wurden gemauert.

Zuletzt kauften wir die Farben und der Maler gab den Gebäuden ihr Farbkleid. Zusätzlich haben wir uns entschlossen, die alten Gebäude auszubessern. Die Schule sieht wieder einmal wunderschön aus. Mein Herz schlägt höher, wenn ich die leuchtenden Augen der Kinder sehe, die darauf warten, die neuen Klassenräume in Besitz zunehmen.

Die Eröffnungszeremonie der neuen Gebäude ist für den 8. Dezember geplant. Die Tage bis dahin sind für die Kinder der Grundschule von Houngbagba mit vielfältigen Tätigkeiten angefüllt. Sie üben fleißig Gedichte, Lieder und Tänze. Sie sind aber auch damit beschäftigt, um die neuen Gebäude herum aufzuräumen und davor Blumen zu pflanzen.

Ich danke Ihnen, dass Sie uns wieder bei einem Schulbau begleitet haben. Ich wünschte, ich könnte Ihnen die Freude der Kinder in Ihre Wohnzimmer schicken. Dieses Mal freue ich mich, dass ein Gast aus Deutschland bei der Eröffnungsfeier anwesend sein wird.

Ich wünsche eine besinnliche Adventszeit und hoffe, Sie auch beim nächsten Schulbau wieder an unserer Seite zu sehen.

Astrid Toda
 

 Die Maler sind bei der Arbeit
Die Maler sind bei der Arbeit

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Fertig ist das Farbkleid der Schule
Fertig ist das Farbkleid der Schule

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Die japanische Regierung hat diesen Schulbau unterstuetzt
Die japanische Regierung hat diesen Schulbau unterstützt

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So sieht ein Klassenraum von innen aus
So sieht ein Klassenraum von innen aus

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Die Kinder freuen sich
Die Kinder freuen sich!

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die Toiletten
Die Toiletten, vier Kabinen vorne und vier Kabinen hinten

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Uebersicht ueber den Schulkomplex
Übersicht über den Schulkomplex

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Danke schoen!
DANKE SCHÖN!

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